Abstecher zur IDJM nach Travemünde

von Kolli und Jürgen (Kommentare: 1)

In diesem Jahr fand die Internationale Deutsche Jugend -und Jüngstenmeisterschaft der Segeler und Windsurfer im Rahmen der Travemünder Woche an der Ostsee statt. Wir, Jürgen und ich, wollten uns mal anschauen, wie es bei einer Deutschen Meisterschaft im Segeln so langgeht, deshalb fuhren wir kurzer Hand nach Travemünde und trafen uns mit den Seglern der TSV.

An der Promenade war ordentlich was los, denn nicht nur die Segler, rund 1300 an der Zahl aus 19 Ländern wurden erwartet, auch unzählige Schausteller und „Fressbuden“ warteten auf Kundschaft.

IDJM 2017 Passat

Bei so vielen Sportlern stellt es schon eine kleine Herausforderung dar, alle irgendwie wettkampfnah unterzubringen! Die Teeny’s campierten in Zelten auf dem Gelände des Lübecker Yacht-Clubs, am westlichen Ende des Fest- und Regattageländes. Dank des Wohnwagens von Ecki Kliche, den er Erik zu Verfügung stellte und dank des Wohnwagens der Familie Ortmann mit großem, wetterfesten Vorzelt, war es möglich, gemeinsam zu essen, im Trockenen zu sitzen, die Wettfahrtbesprechungen vorzunehmen oder auch mal Karten zu spielen.

Weniger komfortabel dagegen war Jork Kliche bei den 420ern untergebracht. Auf dem Priwall, einer Halbinsel östlich der Travemündung, wurde eine Pferdekoppel bereitgestellt und man kam nur mittels Fähre auf die andere Uferseite. Die Fährzeiten wurden etwas verzögert dem Bedarf angepasst, und bei sehr stürmischem Wetter fuhr die Fähre gar nicht. Dann hieß es, auf die Autofähre auszuweichen, die aber noch ein Stück weiter entfernt lag.

Es galt nicht nur, ein sonniges Gemüt zu behalten, trotz des lang andauernden Regens, sondern auch wegen der vielen organisatorischen Schwierigkeiten, die offenbar eine so große Veranstaltung mit sich bringt. Mit Ruhe und Gelassenheit und sehr souverän hat sich der Trainer der Jugend, Erik Kliche, fast täglich mit dem Wettkampfbüro auseinandergesetzt, wohlgemerkt noch vor dem Frühstück, gleich zu Beginn der Öffnung des Büros. Und das lag eben nicht um die Ecke! Wie gut, dass Erik ein Fahrrad dabei hatte!

Und um das Frühstück und alle Mahlzeiten kümmerten sich hauptsächlich die Eltern von Juliana Ortmann und Kerstin Deschan. Da musste alles bedacht und eingekauft werden, platzsparend und gekühlt untergebracht werden, geschnippelt und gekocht werden, und auch noch abgewaschen und abgetrocknet werden - für 11 Personen und selbstverständlich auf engstem Raum. Ja und nicht nur für die Verpflegung waren sie verantwortlich, irgendwie mussten alle bei dem Wetter bei Laune bleiben und auch die freien Tage sollten irgendwie angenehm verbracht werden. So wurden die Sportler auch schonmal ins Kino nach Lübeck gefahren.

Und dann war ja noch das Segeln, die wichtigste Sache unseres Abstechers überhaupt. Leider konnte auf Grund des Wetters nicht jeden Tag aufs Wasser gegangen werden. Aber dafür gab es an einem Tag gleich 4 Wettfahrten!

IDJUM 2017 Teenys

Schon das Slippen der Boote war eine spannende Sache. An sehr steinigem Ufer bei auflandigem Wind wurden die Boote von allen verfügbaren Leuten festgehalten, damit diese schonmal unbeschadet an den Start kamen.

Von morgens um 10 Uhr etwa bis zum späten Nachmittag waren dann die Teeny’s auf dem Wasser. Für uns wunderbar, konnten wir doch ausgiebig von der Steiküste am Brodtner Ufer die Wettbewerbe beobachten und uns von den Experten Kerstin, Thorsten und Jessica Einiges erklären lassen. Wir haben viel über den Segelsport erfahren und ziehen absolut den Hut vor den Jugendlichen! So lange draußen auf der Ostsee sich dem Wind und den Wellen auszusetzen, lange konzentriert zu bleiben und ihr Bestes zu geben - einfach toll!

Und das Panorama war so beeindruckend! Es waren ja nicht nur die Teeny’s auf dem Wasser, sondern alle Bootsklassen tummelten sich irgendwie da draußen. Hunderte Spinnacker in leuchtenden Farben sehen einfach nur großartig aus! Manche Gruppen segelten so weit draußen, dass wir sie nur mit dem Fernglas gut erkennen konnten. Es hat uns unglaublich viel Spaß gemacht, dabei zu sein.

Und - mit den Seglern aus der TSV kann man sich sehen lassen. Eine Gruppe, die sich absolut angemessen verhalten kann, in der der Trainer für seine Sportler da ist und selbst mit bestem Beispiel vorangeht. Und eine Gruppe, die, wie wir finden, zudem noch super segeln kann! Julianas Boot kam auf dem 14., Tim’s Boot auf dem 16. und Roberts Boot mit Amira auf dem 25. Platz von insgesamt 34 Booten ein. Herzlichen Glückwunsch!

Kolli und Jürgen

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Kommentar von Peter Uhlmann |

Hallo Kolli und Jürgen,
danke für diesen hervorragenden Bericht.
Uns hat daran besonders gefallen, daß neben den sehr guten Leistungen der Kids auch der Einsatz der Begleit- und Versorgungsmannschaft (Tainer und Eltern) deutlich anerkannt wurde!
Prima!
Happy days
Angelika und Peter

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