Hamburger Menu

27. Ostseepokal 2019

von Jana Koch

Auch in diesem Jahr ging es bei der Kutterregatta zur Hanse Sail in Rostock windig zu.

Vierzehn Kutter gingen an den Start, Matjes und seine Crew in leicht veränderter Besetzung. Das erste Mal mit dabei war Uwe Höppner, in bester Begleitung der „alten Hasen“ Ralle, Peter Fleischmann und Axel Besener. Karsten und Oli 2 konnten bereits im vergangenen Jahr Erfahrungen sammeln.


Lange bevor Matjes ins Wasser kam, wurde an ihm auf dem Vereinsgelände gewerkelt und poliert, manchmal bis in die Nacht hinein. Dann gab es eine erste Probetour auf dem Tegeler See – der Kutter war bestens vorbereitet.


Los ging es dann am Freitag gegen Mittag. Verabschiedet wurde Matjes von einigen Vereinskameraden und nach etwa dreieinhalb Stunden hing er schon am Haken.


Nun gab es alle Hände voll zu tun, Masten stellen, aufriggen, Unterkunft beziehen, anmelden, Frühstück ordern und Absprachen für den nächsten Tag treffen.


Etwas unspektakulärer aber deshalb nicht weniger wichtig war das Ausladen und Transportieren des Gepäcks vom Auto in die Unterkunft, worum sich Axel und Uwe kümmerten. Ebenso um das Ordern eines Tisches zum Abendessen. 9 Personen an einen Platz zu bekommen, war gar nicht so einfach, aber mit Witz, Charme und Tatendrang ist es gelungen. So konnte der Abend gemütlich bei Matjes , Bratkartoffeln und Bier ausklingen. Der nächste Morgen startete 6.30 Uhr mit dem Frühstück - erst einmal Kaffee zum Wachwerden!


7.30 Uhr war dann Steuermannsbesprechung und anschließend wurden alle Kutter die Warnow runter nach Warnemünde geschleppt.


Gestartet wurde die Regatta westlich der Hafeneinfahrt.


Matjes hatte einen Klasse Start, lag an dritter Position. Auch die erste und zweite Tonne umrundete Matjes als Dritter. Danach verliert sich das Regattafeld in den Weiten der Ostsee und trotz prima Fernglas lässt sich das Geschehen nur noch ungenau verfolgen. Zeit genug also, das Feeling an der Mole einzufangen… Und da ging es schon ganz schön trubelig zu. Neben Laser und 420ern waren auch die ersten Großsegler auf der Ostsee unterwegs.


Nach drei Stunden tauchten am Horizont bunte Spinnacker auf. Wir erkennen blau an fünfter Position, aber ist das so genau auszumachen bei der Entfernung?


Matjes kommt als achter ins Ziel. Ein Schreckmoment erwischte die Crew während der Fahrt. Es lösten sich nämlich fünf von neun Bolzen an einer Schiene für den Holepunkt der Genua. Jetzt war schnelles und überlegtes Handeln gefragt. Es gelang, die Schiene mit Keilen vom Besansegel zu fixieren, so dass ein komplettes Herausreißen und damit Schlimmeres verhindert wurde. Zum Glück! Vor diesem Hintergrund macht es gar nichts, dass die super Startposition nicht gehalten wurde. Ein achter Platz – tolles Ergebnis.


Und damit nicht genug, jetzt schloss sich noch die inoffizielle Wertung der Warnowregatta an – vom Ziel zurück nach Rostock, zwischen all den großen und kleinen Schiffen, einfach Wahnsinn! Matjes belegt Platz 5 – Glückwunsch!


In Rostock angekommen, gab es sicher erst einmal ein Anlegerbier und etwas zu essen, denn während der Regatta blieb dafür keine Zeit. Nun musste der Kutter wieder abgetakelt und klar für den Rücktransport gemacht werden, bevor es zur Siegerehrung ging.


Für alle technisch Interessierten hier ein paar Daten zum Regattaverlauf und auf der Karte ein Überblick über die gesegelte Route. Dank Uwe und der digitalen Technik ist so manches darstellbar.


Mit einem bunten Feuerwerk endete die wunderbare Regatta.

  

Zurück