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Sommertrainingslager 2020

von Janna Kruhl

Vom 02. bis 07. August 2020 hieß es für die Trainingsgruppe der Teenys; „Endlich zu zweit raus aufs Wasser!“

Die Kooperation mit dem WSVIS ermöglichte den Seglern der TSV beim alljährlichen Seglercamp auf der Schulfarm Insel Scharfenberg beizuwohnen. Neben uns war auch die Piraten- und Lasergruppe des WSVIS zu Gast.


Am verregneten Sonntag begann das Trainingslager mit dem Zeltaufbau. Unsere Jungscrew mit Timo (SC Freia) und Tim (TSV) hatte mit Abstand das größte und komfortabelste Zelt mit einem großen Vorzelt für die Segeltasche und Kleiderbügeln zum Trocknen des „Neos“.

Nach dem Mittagessen und der Geländebegehung fuhren wir mit dem Motorboot in die TSV, verluden sämtliches Equipment in den „Coach“ und brachten drei Boote im Schlepp zum Strand.

Kurz nach dem Abendessen ließen wir den Abend nach ein paar Knotenübungen beim Lagerfeuer mit Stockbrot ausklingen.

Der Montag begann mit einer Frühsporteinheit, die aus dem Joggen über die Insel, einem Teamspiel und Gymnastik bestand.

Die zwei Wassereinheiten pro Tag konnten bei angenehmsten Temperaturen und mäßigem Wind absolviert werden. Es war für einige Teilnehmer der erste Wasserkontakt in dieser Saison. Daher begannen wir mit Übungen zum Einsegeln und Wenden auf Pfiff.

Während des Frühsports am Dienstag folgten nach der Erwärmung Übungen aus „Animal Athletics“, wobei Jeanne (WSVIS) hervorragend das Faultier charakterisierte, obwohl danach gar nicht gefragt war. In der Wassereinheit liefen die Spimanöver wie das Spi-Setzten, Spi-Werfen, Spi-Bergen und die Spi-Halse nach jeder Wiederholung immer besser. Kringel mit möglichst wenig Abstand folgten. Auf Tonnen konnte zunehmend besser Kurs gehalten werden. Den Abschluss des Tages bildete der Kinoabend mit dem Film „The Goonies“.


Am Mittwoch stießen nun auch Malik und Tarek (TSV) zu uns und besetzten den dritten Teeny. Die Trainingsgruppe wartete schon an den Booten auf die beiden und zeigte ihnen alles. Auf dem Wasser folgte ein Ausflug um die Insel Reißwerder durch die Malche. Dabei zeigte sich die Erbarmungslosigkeit der Insel von ihrer stärksten Seite, sodass die Abdeckung Jeanne und Elisa (WSVIS) nicht mehr aus ihren Fängen entlassen wollte. Nach der Kreuz zurück Richtung Lindwerder bildeten Kenterübungen den Abschluss unseres Trainings in unserem bekannten Revier.

Am Abend folgte dann die Bootstaufe des Ruderboots „Pepper Pig“, eines sog. „Doppel-Vierers“, der jüngst den Wassersport der Schule bereichert.

Danach traf sich die gesamte Meute auf dem Zeltplatz, von wo aus die Überraschungsnacht begann. Sternförmig begann für sämtliche Gruppen die „Schnitzeljagd“ beim „Einäugigen Willi“, der weitere Informationen nach Mitteilung des Passwortes gab. Zwischendurch mussten Rätsel geknobelt werden. Das Passwort „Dublonen“ erhielten die Kinder nach dem Öffnen einer Knobelkiste an meiner Station. In der Turnhalle musste gemeinsam ein Parcour bewältigt werden. Enden tat die Reise über die Insel am Strand, von wo aus wir auf die andere Seite der Insel übersetzten, um den Schatz zu ergattern. Die andere Hälfte der Piraten hatte jedoch bereits zum Graben nach dem Schatz übergesetzt. Es folgte ein unermütlicher Kampf mit Wasserbomben um den Schatz. Auch wir als Begleitboot trugen unseren Teil zum Wasserspaß mit einem entsprechenden Anstellwinkel des Motors bei – „muhahah“. Auf Scharfenberg gab es dann den Schatz in Form von Gummitieren für alle. In der Nacht folgten dann von Seiten der Trainer noch einige Zeltstreiche. So hat „Captain Rakow“ (Sportlehrer der Schule) sich die Nacht über mit einem in seinem Zelt geparkten Vierer-Kanu geteilt. Und unsere Jungs-Crew fand mysteriöserweise sämtliche Bestuhlung des Camps in ihrem Vorzelt wieder.


Bestens gelaunt ging es dann am nächsten Morgen wieder aufs Wasser. Schwerpunkt war das „Mann-über-Bord“-Manöver das unter Zuhilfenahme einer wasserdichten „Fress-Tonne“ der Segler gut simuliert werden konnte. Zudem wurden die Positionen an Bord für ein besseres Verständnis untereinander getauscht. Prompt folgte natürlich eine Kenterung. „Achja, Großschot lösen & ich mache den Gewichtsausgleich.“ Und weiter gings.


Am Abend fand der traditionelle Seemannsabend statt. Mit viel Abstand und genügend Luftzirkulation wurde die Tanzfläche in der Mensa ordentlich von den Kids frequentiert. Draußen befand sich eine mit Teelichtern dekorierte lange Tafel an der die Kinder-Bowle genossen werden konnte. Für die romantisch veranlagten Teilnehmer sorgte die Feuerschale für einen gelungenen Abend.

Am Freitag, den letzten Tag des Seglercamps/Sommer-TL, begann der Tag mit dem Packen der Taschen und Zeltabbau mit gegenseitiger Unterstützung. Nach einem „späten Frühstück“ ging es dann bei leichtestem Wind raus aufs Wasser. Ein ehemals olympisches Dreieck wurde mithilfe der Sprinkler-Tonnen gelegt. {-Toll, was der See für einen Service bietet.-}

Nach zwei Runden des Einsegelns war es dann soweit - der 5-Minuten-Countdown begann. Nach zwei Runden war mit Abstand klar: 1. Platz 701, 2. Platz 563 und auf dem 3. Platz 675.

Danach ging es mit den Booten zurück in die TSV. Die Segel wurden trocken eingerollt und im Segelraum verstaut. Die Boote wurden mit Wasser ausgespült und von den letzten Sandkörnern, die an den Strand hätten erinnern können, befreit.

Im Anschluss ging es mit dem Coach zurück zur Insel. Die Urkunden wurden unter einem tosenden Applaus entgegengenommen und das Seglercamp und Sommer-TL mit einem dreifachen „Gut-Wind-Ahoi“ beendet.

Es war ein tolles und intensives Trainingslager bei bestem Wetter mit jeder Menge Sonnenschein und ausreichend Wind für einen guten Einstieg in die verspätete Saison. Unser Dank geht an die Insel Scharfenberg, die uns so herzlich aufgenommen hat und uns zur Durchführung unseres Sommer-TL im Rahmen des Seglercamps verhalf.

Mit sportlichen Grüßen
Janna

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