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Von Keep und Kardeelen…

von Jana Koch


Heiß ging es her beim Takelabend der TSV. Bestens vorbereitet wurden die Teilnehmer im Vereinshaus von Oikki und Peter erwartet. Jeder Arbeitsplatz war mit einem Holzbrettchen ausgestattet und in der Mitte des Tisches lagen diverse Anschauungsstücke bereit. Zur Einstimmung gewährte Peter einen Blick in seine Takelkiste. Was es da nicht alles gab: neben unzähligen Nadeln tummelten sich dort Fid und Pusher, ein Markierstift, Tape, Schere, Takelgarn, ein Takelhandschuh, Marlspieker, Ahle und vieles mehr.

Unter fachkundiger Anleitung ging es dann los.

Jeder Teilnehmer erhielt ein gutes Ende Twist – ein gedrehtes, dreischäftiges Seil – um ein Augspleiß herzustellen. Dazu wurde das eine Ende erst einmal mit einem Takling gesichert. Der hält nicht nur die Fasern des Seiles zusammen, sondern sieht auch noch richtig schön aus!

Dann kam das andere Ende dran. Hier wurde die Größe des Auges festgelegt und los ging‘s. Seilenden abkleben, Seil aufdrehen, einzelne Kardeele durch Schlaufen zwängen, anziehen, melken und die Enden in der Keep verschmelzen – fertig!

Was so einfach aussah, entpuppte sich dann doch für den einen oder anderen als kleine Herausforderung. Doch mit Geduld uns Spucke kamen alle ans Ziel und es entstanden wunderbare Spleiße.

Jetzt war eine Pause von Nöten und Dank des uneigennützigen Einsatzes von Detlev, konnte sich jeder mit leckeren Schnittchen stärken.


Im zweiten Teil des Abends demonstrierte Peter noch die Fertigung eines Augspleißes (mit und ohne Kausch) am Twin – einem Seil mit Kern und Mantel. Als erstes muss aus dem Mantel ein Faden zum späteren Vernähen herausgelöst und anschließend der Kern aus dem Mantel gezogen werden. Soweit - so gut… Etwas komplizierter wird das Durchführen des Kerns parallel zum noch vorhandenen Kern. Der Platz im Mantel wird immer enger und zu guter Letzt soll auch noch der Mantel in der gleichen Führung verschwinden. Hierfür scheint etwas mehr Übung nötig zu sein, denn alle unsere Versuche scheiterten mehr oder weniger.

Aber nichts desto trotz war es für alle Beteiligten ein wunderbarer Abend und es geht ein herzliches Dankeschön an Oikki, Peter und Detlev!

 

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